Kurzer Post diesmal.
Wie berichtet fand am 12.07. ein Tribute Konzert für Ronnie James Dio statt. Teilnehmer waren u.a. Doro, Axel Rudi Pell, Doogie White und Manni Schmidt.
Unlängst hat Blabbermouth einiges Videomaterial vom Event online gestellt. Wer nicht da war oder den Abend nochmal Revue passieren lassen möchte, kann dies hier tun.
Ich hoffe, dass Dio es erleben konnte, wo auch immer er sich jetzt befindet. Wenn ja, hat es ihm bestimmt gefallen.
ByH
Gunnar
Gunnar am 27. Juli 2010 in Events & Locations, Festivals und Konzerte*
Vor geraumer Zeit berichtete ich im Rahmen dieses Blogs über die Zeitgeist-Bewegung. In Jon Schaffer, Mastermind hinter Bands wie Iced Earth und Demons & Wizards, hat diese Bewegung nun einen weiteren prominenten Mitstreiter gefunden.
Um die Welt auf die von der Bewegung vermutete weltweite Verschwörung der Banken und des Großkapitals aufmerksam zu machen, hat Jon sogar extra ein neues Projekt mit dem Namen “Sons Of Liberty” ins Leben gerufen. Der Name “Sons Of Liberty” geht auf eine Gruppe politischer Aktivisten zurück, die für die Unabhängigkeit Amerikas vom Britischen Empire eintraten. Hier geht es zum deutschen Wikipedia-Artikel, probiert aber auch den englischen Eintrag, der ist um einiges informativer.
Ich habe gerade erst begonnen mich in das umfassende Informationsmaterial einzuarbeiten, das Jon auf der Sons Of Liberty Homepage ins Netz gestellt hat. Wer ebenfalls interesse hat, sich mit dem Thema und Jon’s Ansichten auseinanderzusetzen, dem kann ich Jon’s Videoblogbeiträge empfehlen. Im Beitrag “Sons Of Liberty - Jon Schaffer speaks Part 1″ nimmt er sogar konkret Bezug auf die Zeitgeist Bewegung.
Insgesamt bin ich ziemlich über den Geisteswandel von Jon verblüfft, der in der Vergangenheit doch eher mit der Republikanischen Partei in Verbindung gebracht wurde. In folgendem Interview von “Sleaze Roxx” distanziert sich Jon allerdings deutlich von der Partei, die er zusammen mit den Demokraten als die beiden Flügel desselben “hässlichen und kollektivistischen Vogels” bezeichnet.
Man darf gespannt sein, wie es weitergeht. Sobald ich mich gründlicher über Jon’s Quellen und Hintergründe informiert habe melde ich mich wieder.
ByH
Gunnar
Gunnar am 25. Juli 2010 in Bands*
Eines der wiederkehrenden Themen des gM Blog ist die Frage in wie weit der Metal in unserer Gesellschaft “angekommen” ist bzw. in wie weit er gesellschaftlich akzeptiert wird. Ein weiteres tragisches Ereignis liefert nun einen weiteren Beweis, dass der Metal seinen “Tabu Status” verliert.
Wie sonst ist es zu erklären, dass sich “Die Welt” als durch und durch bürgerliche Tageszeitung in ihrem Online-Ableger so detailliert mit dem Tod von Slipknot Bassist Paul Gray auseinandersetzt? Zwar stammt Die Welt aus dem Axel Springer Verlag, der auch den Metal Hammer auflegt, doch trennen die beiden Zeitungen normalerweise im wahrsten Sinne des Wortes Welten.
Weiterhin erstaunlich ist, dass zumindest in diesem Kontext Slipknot nicht mit den üblichen Prädikaten “skandalös”, “kontrovers” oder “jugendgefährdend” belegt wird, sondern die trauernden Bandmitglieder als trauernde Menschen und als Künstler skizziert und anerkannt werden. Ein Schulterschluss mit den einstigen “Schmuddelkindern” der Metalszene?
Auch wenn der Metal niemals um Anerkennung in der Mitte der Gesellschaft bitten wird (eher das Gegenteil), wäre es doch zumindest ein positiver Funke aus dieser traurigen Angelegenheit, wenn die Medien der gesellschaftlichen Mitte den Künstlern unseres geliebten Musikstils künftig weiterhin so fair, offen und unvoreingenommen entgegentreten würden, wie es in diesem journalistischem Beispiel der Fall ist.
In diesem Sinne
ByH!
Gunnar
Gunnar am 19. Juli 2010 in Allgemein, Bands*
Am 18. November 2009 meldeten sich Rhapsody of Fire zunächst noch vergleichsweise zurückhaltend über eine auf Nuclear Blast veröffentlichte Pressemitteilung zurück. Peinlich eigentlich, dass mir dies nach all der Berichterstattung über die Probleme der Band mit Ihrem alten Label einfach durchgegangen ist. Durch den mangelnden Informationsfluss auf der Band-Homepage war ich allerdings auch etwas müde in meinen Versuchen geworden Neuigkeiten herauszufinden.
Zum Glück hat sich Nuclear Blast auch dieses Missstandes mittlerweile angenommen und RhapsodyOfFire.com in neuem Gewand gerelauncht. Seitdem lohnt es auch wieder dort regelmäßig für aktuelle Berichte vorbeizuschauen.
Mittlerweile liegt mir auch endlich, endlich das gar nicht mehr ganz so neue Album der Italo-Truppe vor. Auf “The Frozen Tears Of Angels” fallen dem geneigten Fan unmittelbar zwei Dinge auf. Zum einen stehen die Gitarren wieder deutlich mehr im Vordergrund und erinnern “Dawn of Victory” und vorallem “Power of the Dragonflame” Zeiten. Zum anderen wird dieses Mal fast gänzlich auf die eingänglichen Mitsingpassagen der vorherigen Alben verzichtet. Die Songs konzentrieren sich hingegen noch stärker darauf die passenden Emotionen zum inhaltlichen Konzept zu transportieren.
Plattenreviews gibt es sicherlich genug, deshalb werde ich hier kein weiteres mehr verfassen. Zumal es sich bei Rhapsody (of Fire) sowieso um eine lieb sie oder hass sie Band handelt. Allerdings scheinen sich zunehmend mehr Liebhaber zu finden, denn mit “The Frozen Tears Of Angels” sind Rhapsody das erste Mal in der Bandgeschichte in die europäischen Billboardcharts eingestiegen.
Persönlich finde ich das Album nach den ersten paar Umläufen sehr gelungen, aber das mag natürlich auch an dem langen Entzug liegen. Unabhängig vom Entzug ist allerdings meine Begeisterung für das umfassende Booklet im “Limited Digi Pack”. Wirklich sehr cool geworden, thx Nuclear Blast!
Special Fact: Der im Plattentitel verwendete Begriff “Frozen Tears Of Angels” scheint es Luca Turilli besonders angetan zu haben. Neben den Rhapsody Lyrics taucht er auch im ersten Track des bereits Juni 2006 erschienen Albums “Lost Horizons” seines Side Projects “Dreamquest” auf.
Welcome back, Guys! Hope to see you on Tour!
ByH!
Gunnar
Gunnar am 3. Juli 2010 in Bands*
Pünktlich zum heutigen Serienstart auf TNT möchte ich noch gerne meine Eindrücke und vorallem auch einige Bilder von der Vorpremiere mit euch teilen.
Zunächst mal ein ganz artiges “Danke Schön” für die Einladung an den Sender adultswim und die Organisatoren des “Großes Fernsehen” Programms für die Einladung. Als Autor eines so kleinen Nischenblogs fühlt man sich dann doch geschmeichelt.
Highlight des Abends waren sicherlich die vier Stars, die als Synchronsprecher für die deutsche Version von Metalocalypse gewonnen werden konnten. Doro seht ihr bereits links. Zusammen mit ihr hockten aber auch Schmier von Destruction, Mille Petrozza von Kreator und Alf Ator (ex Knorkator) im Aufnahmestudio.
Dort muss es nach Aussage des formidablen Quartetts wohl recht amüsant zugegangen sein. Speis und alkholisches Getränk standen für die Dame und die Herren bereit, so dass die Aufnahmen unter gelöster Stimmung getätigt werden konnten.
Highlight war nach einhelliger Meinung die Ermordung Doros durch Mille, der die Ehre hatte die Queen of Metal während einer Folge virtuell mit der Kettensäge zu zerlegen. Zu schade, dass ausgerechnet die Folge, die die hochgelobten Schreie Doros während des Massakers beinhaltet nicht zu den bei der Vorpremiere gezeigten gehörte.
Einen Berufswechsel strebt nach dieser Erfahrung allerdings keiner der Künstler an. Am allerwenigsten wohl Alf, der nach eigener Aussage trotz 8 Versuchen an der richtigen Intonation der Phrase “Ja, genau!” scheiterte und von einem Synchronsprecherprofi “gedoubelt” werden musste. Lol!

Abschließend kann ich nur betonen, wie cool es in der “kleinen” Welt des Metal zugeht. Stars zum Anfassen, und gänzlich ohne Allüren, kein riesiger (obwohl schon beachtlicher) Presserummel und ein Vorpremierenpublikum, das entgegen den gewohnten Fernsehbildern durch Tätowierungen und die gemeinsame Lieblingsfarbe “Schwarz” bestach. Einfach geil, dabei zu sein und tausend mal besser als der ätzende Pop-Zirkus. Metal rulz!

ByH!
Gunnar
Gunnar am 29. Juni 2010 in Events & Locations, Filme*